Die häufigste Frage, die uns Familien stellen: Wohnsitz in Deutschland direkt komplett aufgeben – oder erst ein paar Monate bis ein Jahr eigene Erfahrung in Georgien sammeln? Unsere klare Empfehlung, besonders mit Kindern: zuerst testen, dann entscheiden.
Statt die Kinder komplett abzumelden, könnt ihr bei der Schule eine befristete Beurlaubung/Schulbefreiung beantragen (meist einige Wochen bis wenige Monate, abhängig vom Bundesland und der Schule). Der Schulplatz bleibt reserviert, ihr könnt in Ruhe testen, ohne die Kinder mitten im Schuljahr komplett umzumelden.
Als Angestellte könnt ihr mit eurem Arbeitgeber ein Sabbatjahr vereinbaren – meist über ein Arbeitszeitkonto oder unbezahlt, mit vertraglich zugesichertem Rückkehrrecht auf eure Stelle. So behaltet ihr Job-Sicherheit, während ihr Georgien ein Jahr lang wirklich erlebt.
Flexibler als das Sabbatjahr: Der Arbeitgeber muss zustimmen, die Dauer ist frei verhandelbar (oft 3–12 Monate). Kranken- und Rentenversicherung müsst ihr während dieser Zeit selbst im Blick behalten – das klären wir im Detail in unserem Komplett-Guide.
Nutzt eine dieser Optionen für mindestens 3–6 Monate, besser ein volles Schuljahr, bevor ihr in Deutschland alle Brücken abbrecht. Mit Kindern – gerade mit einem Baby und Schulkindern gleichzeitig, wie bei uns – ist dieser Testlauf durch nichts zu ersetzen. Erst wenn Alltag, Schule/Kita, Wohnung und Finanzen in Georgien wirklich funktionieren, meldet den Wohnsitz in Deutschland endgültig ab.